Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 10. Juli 1950 (Heidelberg, Postkarte)


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Heidelberg. 10.VII.50.
M. L. Kaum war der Brief im Kasten, da fiel mir ein, daß ich noch etwas Wichtiges vergessen hatte! Was ist bei der Durchreise am 2.VIII. für mich zu hoffen?? Überhaupt wäre noch allerlei zu schreiben gewesen! Aber diese dauernde Schwüle lähmt garzu sehr. Heut ein frühes Gewitter ohne jede Erfrischung. Es donnerte in meinen Halbschlaf, und jetzt regnet es still. Jetzt muß ich etwas "häuslich" sein und nachmittags zeichnen. Hoffentlich zu gutem Ende. Anschließend wieder einen Krankenbesuch, und zwar bei Fr. Dr. Mehner (I.G. Farben) die sehr krank in der Krehlklinik ist. Die bekannte Wetterfahne zeigt Süd, das ist üble Aussicht. Hoffentlich ists bei Euch besser. Also – viel herzliche Grüße ans ganze Haus! Wie immer d. K.