Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 10. April 1951 (Tübingen, Postkarte)


[1]
|
Tübingen, 10.IV.51.
M. L!   Die Fahrt verlief glatt; aber ich hatte starke Kopfschmerzen, die verschwunden sind, seitdem Blut und Eiter herausgeschnaubt werden. Zu Hause fand ich Susanne mit einer gleich heftigen Erkältung behaftet. Ich ging gleich ins Bett, und bin auch heute erst später aufgestanden. Es ist noch nichts Rechtes; Temperatur noch etwas erhöht. Zigarre schmeckt nicht. Nun hoffe ich dringend, daß ich Dir nichts von der Sache hinterlassen habe. Sei auch bei den Fahrten zur Klinik vorsichtig und nimm immer Prophylaktisches. Hier ist ein kalter Wind. Die Post ist ungeheuer. Ich brauche Tage,um sie nur zu lesen.
Unser stilles Zusammensein war doch schön. Ich danke Dir innigst. Alle hier grüßen mit mir. Dein Ed.