Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 17. Juli 1951 (Tübingen, Postkarte)


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<Stempel: Prof. Spranger
(14b) TÜBINGEN
Rümelinstrasse 12>

den 17. Juli, 5 Jahre 1 Tag nach Ankunft hier.  M. L!
Ich muß wohl einmal eine Zwischennachricht geben. Denn der Semesterschluß mit Fleißprüfungen u. ähnlich[unter der Zeile] en Zusatzvergnügungen ist da. Es hat mich herzlich gefreut, daß Deine Gesamtstimmung besser geworden ist, nachdem klärende Aussprache erfolgt. Allerdings waren wieder recht gewitterschwüle Tage. Mit ist der an sich schwierige Vortrag auf der Comburg am Vorbereitungstage (11.7.) nur mit großer Mühe gelungen. Am 12.7. gelang es dann ganz ordentlich. Auf der Comburg ist es immer hübsch. Um 19½ waren wir wieder zu Hause. Samstag war Großer Senat (Salat.) Ich habe einen Stoß Briefe etc. erledigt. Es sind aber immer noch ca 30 vom 27.6. unbeantwortet. Gestern Vormittag war ich bei schauerlichem Wetter in Stuttgart, wo diesmal die "Mischkultur" tagte. Nun kommt morgen Abend noch ein Volkshochschulvortrag in Reutlingen. Die Vorlesungen schließen am 26.7. Was dann kommt, ist noch ganz unbestimmt. Eigentlich müßte ich am 1.VIII zur Not
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|gemeinschaft in Köln sein. Aber ich fühle mich dazu nicht frisch genug. Hoffentlich kann ich schwänzen. Es ist auch so viel liegen geblieben, daß da mal erst reiner Tisch gemacht werden muß. Ich habe noch zu erwähnen vergessen, daß am Samstag 13 Seminarmitglieder "zu einem Glase Wein" eingeladen waren. Da sind recht tüchtige Leute dabei. Aber solch ein Zusammensein (von ½ 5–8) ist immer eine Arbeit für einen Großen. Viel herzliche Wünsche! Schone Dich möglichst! <li. Rand> Alle lassen grüßen. Bald mehr!
Dein getreuester Eduard.