Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 7. August 1951 (Heidelberg)


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Heidelberg. 7. August 51.
Mein liebes Herz!
Dank für Deinen lieben Brief, der mir die gute Nachricht brachte, daß Euer Erholungsurlaub unmittelbar einsetzte, was um des andauernd guten Wetters willen doppelt erfreulich ist. Heute nur die Sendung der bestellten Federn, für den Fall, daß doch einmal etwas Schriftliches notwendig würde. Sonst hoffe ich, daß Du wirklich die Tintenscheu gründlich festhältst und einmal richtig ausspannst. Hoffentlich ist auch das Unterkommen zu Deinem Behagen geeignet. – Wir haben zwei sehr schöne
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| abgekühlte Tage gehabt, aber jetzt ist die Grundstimmung wieder schwül. Ich denke aber im "hohen" Schwarzwald wird es darin besser sein. Man sagt hier freilich, um den Kniebis herum, gegen Griesbach! hin sei ein schreckliches Unwetter gewesen. Das höre ich natürlich mit gemischten Gefühlen. – Augenblicklich bin ich im Begriff, zu [über der Zeile] bei Rösel Hecht in dem Garten und auf dem Balkon freie Luft zu genießen, für den ganzen Tag.
Eine Antwort bekommst Du in den nächsten Tagen; Vorschlag No 2 war ganz das was mir vorschwebte, aber ich glaube, es wird sich alles noch viel besser lösen, wie mir heute ein sehr lieber Brief meiner Schwester andeutet. – Nun also nur noch viele, viele gute Wünsche für erfolgreiche Ferienruhe und herzlichste Grüße, auch an Susanne.
Deine
Käthe.