Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 18. Februar 1952 (Tübingen, Postkarte)


[1]
|
<von fremder Hand> 18.2.52
M. L!   Diese Woche ist so schlimm, daß ich nicht weiß, ob ich sie bewältigen werde. (Comité Culturel in ½ Stunde, Mittwoch Vortrag in Calw, Fakultät, Senat, 27 Fleißprüfungen und dann eben noch – das Reguläre.) Du mußt also mit einem sehr eiligen Gruß vorliebnehmen. Wenn ich gesund bin, bleibt es bei meinem Kommen am 24.II. Das wird – leider – mein einziges Geburtstagsgeschenk sein. Ankunft 11.35, Abfahrt 16.58 (bzw. 17.20.) Was wir mit der Zeit machen können, hängt vom Wetter ab. Bitte sage Buttmis meine herzliche Teilnahme zu ihrem Verlust. Ich habe die alte Dame von der Begegnung am 15.7.46. in freundlicher Erinnerung. Das andre war nicht ihre Schuld. – Die kleine Held war hier, aber ich habe sie nicht gesehen. Vorgestern hatten wir 12 Studenten bei uns, ganz besonders nett. (Darunter Dieter Conrad aus Heid.) – Frau Hoffmann habe ich kondoliert. Reisinger ist auch gestorben. Bitte gehe mit Dir recht vorsichtig um, heize ausreichend. Triff alle Maßnahmen, <li. Rand> daß der 25.II. nicht aufregend u. anstrengend wird. Alle grüßen mit mir.
Innigst Dein Eduard

[2]
| <von fremder Hand>
Liebe Käthe, ist es Dir recht, wenn ich zum Sonntag einen Kuchen schicke? Das ist eine rhetorische Frage; ich tue es u. melde es schon heute,<Kopf> damit Du im Bilde bist. Herzliche Grüße
Deine Susanne.