Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 1. April 1952 (Tübingen, Postkarte)


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Tübingen, den 1. April 52.
M. L!  Das war ja heute wieder eine ganz konfuse Geschichte. Der einfahrende Zug hatte wohl Verspätung – denn meiner sollte um dieselbe Minute einfahren. Es war aber der FD.zug nach Stuttgart. Das hat mir – ohne jeden Nutzen – 2 M mehr Zuschlag gekostet. Schlimmer ist, daß wir uns garnicht von einander verabschieden konnten. Ein Vorteil hingegen, daß Du bei dem unbehaglichen Wetter nicht so lange auf dem Bahnhof gestanden hast. Ich danke nun schriftlich für alles Liebe – Bewirtung und Begleitung. Der Zug ab Stuttgart hatte über 20 Min. Verspätung. Susanne war am Bhf. und erzählte mir gleich alle Aprilgeschichten aus dem Schwäb. Tageblatt, die sie selbst sämtlich geglaubt hatte.
Hoffentlich konntest Du am Vorm. alles in der Stadt erledigen, so daß Du bei diesem Wetter vorläufig nicht auszugehen brauchst. Hier ist die Schlampampe unbeschreiblich. Es schneit – um 16 Uhr –
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| immer noch weiter. Das wird ein schlimmes Hochwasser geben! Programmgemäß ist nun die nächste Durchreise am Donnerstag, 17. April (nach Ostern.)
Der vortreffliche Ministerialrat Mack, auch ein Freund v. Hermann, ist gestorben.
Alle hier grüßen mit mir. Noch einmal innigsten Dank
Dein
Eduard.

[li. Rand] Springer ist auch im Akademiegeb. II. Tr.