Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 6. Juni 1952 (Tübingen, Postkarte)


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Tübingen, 6.VI.52.
M. L!  Deinen sehr lieben Brief kann ich leider nur mit einer Karte beantworten. Es ist jetzt eine abscheulich zersplitterte Zeit, nicht nur wegen der zum zweiten Male einsetzenden Glückwunschschreiben: Es sind seit 4 Tagen geräuschvolle Handwerker im Hause, die alle elektrischen Leitungen erneuern, weil sie allmählich schon zu einer Gefahr für das Haus geworden waren. Durchreisende kommen auch genug, z. B. nachher Frau Petersen (zur morgigen Tagung der Hölderlingesellschaft.) Trotzdem habe ich die sehr schwierige Fröbelrede einigermaßen unter Dach gebracht, eine Diss. erledigt, etwas zum 70. Geburtstag von Diem geschrieben etc. etc. Dies alles in den sog. Pfingstferien. Zu Tantchens Geburtstag waren wir in Bad Niedernau, vorgestern, am 30. Todestag meines Vaters bei sehr schönem Wetter in Urach (u. Hohen-Urach.)
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Wann ich am 12.6. durchkomme, schreibe ich noch. Die Sitzung ist in Wiesbaden. Ich bleibe aber nur 2 halbe Tage dabei.
Susanne und Ida grüßen herzlich. Ganz besonders aber
Dein dankbarer
Eduard.