Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 20. April 1952 (Heidelberg)


[1]
|
Heidelberg. 20. April 52
Lieber Einziger!
Heute also wollt Ihr nach Kronberg fahren! Es ist, trotz gestern drohender Wolkenwand herrliches Wetter und hoffentlich nicht zu heiß. Ich möchte Dir nun nochmal mitteilen, daß ich eine Nächtliche Unterkunft für Dich und für Susanne bestellt habe, auf Deinen energischen Protest gegen meinen Vorschlag also in der Geisbergstraße 55, Pension Jägermann, das bekannt und gelobt ist. – Ob ich noch höre, wann Du eintreffen wirst? Frau Biermann schrieb mir, daß sie um 11.09 hier sein könne und das wäre für Heppenheim
[2]
| noch entsprechend früher. Aber das ist vermutlich eine sehr zeitige Abfahrt und vielleicht auch ein Zug, der in Heppenheim nicht hält. Auf alle Fälle aber müßte es für Dich doch möglich sein nach einer dreistündigen Unterbrechung in H. noch im Laufe des Nachmittags hier einzutreffen. Es ist nun mal wieder trotz vieler Mitteilungen alles recht unbestimmt.
Aber darum möchte ich Dich ganz sicher bitten, Daß Du Frau Biermann sagst, wie leid es mir getan hat, daß ihre liebenswürdige Absicht, mich zu besuchen noch immer nicht zur Ausführung kommen konnte, und daß ich sehr hoffe,
[3]
| im Mai, nach ihrer Kieler Reise, könnte ich sie endlich mal hier sehen. Sie hat vielleicht die Güte, den Tag dann mit mir zu verabreden.
Dir und Susanne wünsche ich einen recht frohen Verlauf in jeder Hinsicht bei Eurem dortigen Aufenthalt und freue mich auf die Fortsetzung hier.
Seid mit Frau Biermann herzlich gegrüßt und habt schöne Ferientage.
Auf gutes Wiedersehen!
Deine
Käthe.