Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 24. Juni 1952 (Heidelberg)


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Heidelberg. 24.VI.1952
Mein liebes Herz!
Es ist jetzt keine Zeit, in der Du lange Briefe lesen könntest, darum will ich die kleinen, bescheidenen Symbole für mich sprechen lassen! Sie werden Dir sagen, wie mein ganzes Herz bei Dir ist, wie ich nur für Dich und durch Dich gelebt habe und wie ich Dir danke für diese nun bald fünfzig Jahre gemeinsamer Wanderschaft zu einer Welt zeitüberlegener Werte. Daß jetzt auch Deine stille, ernste, unermüdliche Arbeit äußerlich unter den Menschen erkannt wird, beglückt mich, weil es Dir Kraft
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| geben wird, nicht müde zu werden in der Erfüllung Deiner gottbestimmten Aufgabe unter den Menschen.
Möge der Segen des Himmels Dich weiter schützen und führen, das ist mein tägliches Gebet und möchte ich auch weiterhin Dein treuer Wandergefährte sein dürfen.
Mit innigen Grüßen immer bei Dir
Deine
Käthe.