Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 11. Januar 1953 (Tübingen)


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<Briefkopf: PROFESSOR DR. EDUARD SPRANGER
TÜBINGEN
RÜMELINSTR. 12>

11.I.53.
Meine einzige Freundin!
Der angekündigte Kalender ist eingetroffen, hat die übliche Freude hervorgerufen und sofort seinen Dienst angetreten. Die Christrosen sind "herrlich wie am ersten Tag". Du hast Dir sehr viel Mühe gemacht, was ich eigentlich vorbeugend hätte verhindern sollen. Nun ist es geschehen, und es ist etwas Liebes in allem geschehen, das sich treu wiederholt – besonders diesmal, bei unsrem Eintritt in das 50. Jahr!! Wie innig dankbar ich für Symbol und Gehalt bin, weißt Du ohne Worte.
Was ich sonst heute zu schreiben habe, betrifft Verabredungen. Wenn am 16.I. (Freitag) Dein Befinden gut ist und das Wetter gut ist, wenn Frl. Matthy bestimmt mitkommen will und kann, wenn Dir ein Vortrag von 75 Minuten nicht zu anstrengend ist, wenn Du sonst alle Vorsicht walten läßt —
dann also am 16.I. um 10.30 in der Aula der Wirtschaftshoch
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|schule Mannheim. Ihr seid beim Sekretariat angemeldet, Plätze sollen reserviert werden. Die beigefügte Visitenkarte legitimiert Euch. Bedingung ist, am Bhf. sogleich eine Taxameter nehmen. Der wird ja wissen, wo die W.H. ist, was ich nicht weiß. Geeignete Züge schreibe ich auf.
Am Nachmittag des 16.I werde ich in Heidelberg sein, aber genau nur 2 Stunden für eine Besprechung mit Schmeil. Du wirst Dich an diesem Nachmittag ausschlafen. Am Sonntag früh fahre ich wieder nach Heidelberg und werde dort im Gästehause Denner übernachten. Ich fahre dann gleich zu Dir hinaus, bin entweder gegen ½ 10 oder um ½ 11 bei Dir. Essen werden wir in einem Restaurant, nicht bei Frl. Hadlich. Wir haben dann den ganzen Tag für uns. Am Montag 8.03 fahre ich ohne Geleit ab.
Hoffentlich ist es Dir so recht. Ich grüße Dich innigst und wünsche das Beste. Susanne und Ida desgleichen.
Nochmals Dank für den Kalender!
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ab Heidelberg 9.26    ab Mannheim 12.23 13.35*[Fuß] *In diesem Fall Mittagessen in Mannheim–Bahnhof.
an Mannheim 9.57.     an Heidelberg  12.53.  14.07.
Dein Eduard.

[li. Rand] Fräulein M. ladest Du bitte in m. Namen zu dem Unternehmen ein. Es dürfen ihr keine Kosten entstehen.