Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 4. November 1953 (Tübingen, Postkarte)


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4.XI.53.
M. L!  Es wird Dir gehn wie dem Wetter: einmal besser und einmal schlechter. Ich wäre glücklich, wenn Du doch einen gewissen Zug nach oben konstatieren könntest. Morgen hoffe ich, eine Nachricht von Dir zu haben.
Von hier ist nichts zu berichten. Wir gehen jeden Tag etwas spazieren. Aber wenn es mehr als 1½ Stunden dauert, wird es mir zu viel. Die Arbeit drängt auch ziemlich. Ich habe nämlich über Rousseau noch alle mögliche neue Literatur gefunden, die sehr umfangreich ist. Man lernt nie aus. Am Montag soll ich anfangen. Samstag und Sonntag werden ausführliche Besuche von auswärts kommen, und Freitag soll ich mit Wenke zum neuen Minister fahren.
Wir alle wünschen wachsendes Selbstvertrauen und grüßen herzlich, auch Deine gütige Quartiergeberin.
<li. Rand>
Dein
Eduard.