Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 20. Dezember 1953 (Tübingen, Postkarte)


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Tübingen, 20.12.53.
M. L!  Die bekannte Weihnachtsunruhe hat angefangen, und vor dem 23.12. wird kein Brief mehr geschrieben werden können. Sollte ein Päckchen vorher eintreffen, so bitte ich daran keine Illusionen zu knüpfen. Es sind Wackersteine aus Papier drin.
Seit gestern ist das gute Wetter zu Ende. Stattdessen etwas Neigung zu Glatteis. Ich beschwöre Dich, das Ausgehen dann möglichst zu beschränken. Bei uns ist heute undurchdringlicher Nebel.
Ich danke herzlich für das Ms. Frl. Dr. Clauß ist auch die Ärztin meines verstorbenen Kollegen Ernst Hoffmann gewesen. Von der Witwe wird sie immer als treue Freundin erwähnt.
Wir haben den Vortrag eines indischen Staatssekretärs besucht. Ich habe den Züricher Vortrag für die Zeitschrift vom Kollegen Rothfels fertig gemacht. Das war eine ziemliche Mühe.
<li. Rand> Dies ist nur ein Zwischengruß – wegen des Kontakthaltens. Sus. u. Ida schließen sich an.
<re. Rand> Bitte grüße auch Frau Wüst. Innigst Dein
Eduard

[Kopf] Die Briefe erdrücken mich schon jetzt.