Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 27. Dezember 1953 (Tübingen, Postkarte)


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27.12.53.   11 Uhr
M. L.  Wir stehen kurz vor der Abreise nach Bad Boll. Die Weihnachtstage waren ziemlich farblos. Am 1. Feiertag ein grauenhafter und quatscher Film, gestern Besuch der guten Freunde, von denen er nun ganz ins Managerhafte entschwebt. Trost waren Deine beiden lieben Briefe. Ida und Susanne danken für je ihren hübschen Kalender. Die letztere liest mit entzückter Teilnahme den Fechter u. macht mich neugierig darauf. Genau das Richtige! Mach Dir keine Sorgen wegen noch weiterer Geschenke. Das ist ja alles nur Außenwerk, und unter keinen Umständen darf es mühsames Werk werden!
Ich bin – neben der anspruchsvollen Post – 120 Sendungen gingen in der letzten Woche hinaus – gerade noch mit meinem Vortrag fertig geworden. Das Wetter ist nicht schlecht. In 24 Stunden bin ich frei – nämlich genau für 24 Stunden.
<li. Rand> Ein Besuch von 14–19 ist zu lang (Egg.) Ich habe gewarnt.
<re. Rand> Alle grüßen Dich herzlich. Und Du verzeihst den Zwischengruß!
[] <Kopf>
Dein

Eduard