Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 25. April 1953 (Heidelberg)


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Heidelberg. 25.IV.53.
Mein liebes Herz!
Dein lieber Brief vom 24. war mir eine sehr große Freude, denn ich hatte schon rechte Sehnsucht nach ausführlicherer Nachricht über Deine Pläne. Habe Dank! Du hast sehr recht, daß Du mir rätst die Daten genau zu notieren, denn in meinem Kopf haftet mal wieder garnichts und es ist ständig eine große Konfusion von Projekten. Aber ich habe jetzt verstanden, daß Du am Mittwoch, d. 29. vormittags gleich zu mir kommen willst. Daß Du am Dienstag abends "Dei Ruh" haben willst,
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| verstehe ich vollkommen. Ich bitte Dich aber zu verzeihen, wenn um 20.31 ich ganz kurz kontrolliere, ob Du wohlbehalten angekommen bist. 8½ abends ist für mich noch keine nachtschlafende Zeit und ich bin ruhiger, wenn ich Dich einpassieren sehe. Es soll Dich garnicht weiter belästigen!
In Bremen begrüße ich Dich also unter der angegebenen Adresse und wünsche Dir gute Unterkunft, dankbares Publikum und rechtzeitige Nachtruhe. Alles weitere mündlich!
Die kleine Feder ist reizend. Wer war es wohl, der sie verloren hat?? Mir ist sie ein symbolischer Gruß des Unvergänglichen.
In großer Vorfreude
Deine
Käthe.