Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 19. August 1953 (Heidelberg/Chirurgische Klinik, Postkarte)


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<Die Karte wurde von Käthe Hadlich diktiert>
Chirurgische Klinik, 19.8.53.
M. l. Fr!  Innigen Dank für den 3. lieben Brief. Ich möchte gleich Deine Frage beantworten wegen des Chefs der Klinik. Es ist, wie Du vermutest, Prof. Bauer, den Du kennst. Frl. Reinhardt wollte mir gestern schon zuraten, Dir die Adresse des Oberarztesx [am Satzende] (x Dr. Schwaiger) zu schreiben; doch habe ich nicht zugestimmt. Mache nun, was Du für gut findest. – Meine Mahnung, nicht in der hohen Luft zu bleiben, wenn sie Dir auf die Dauer nicht bekommt, hatte den Nebengedanken, daß es ja in der Schweiz in mittlerer Lage auch schöne Plätze gibt, die als Übergang zu empfehlen sind, z. B. Brienzer- oder Vierwaldstättersee. Damit trifft zusammen, daß Du solchen Platz für die Begegnung mit Jeangros geplant hast. Ich hoffe, daß diese Sache sich ohne Anstrengung für Dich
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| abwickelt. Sehr froh wäre ich, wenn Du die Angelegenheit mit Wencke von Dir ablehnen könntest. Daß ich Dir unfreiwillig Aufregung verursachte, ist mir sehr schmerzlich. – Die Schilderungen über mein Befinden sind durchaus nicht schön gefärbt. Ich schlafe gut, da ich jeden Abend ein gut wirkendes Mittel erhalte. Ich freue mich, daß Susanne solchen Genuß an der Gegend hat. – Am 23.8. wird der denkwürdige Tag in d. Rohrbacherstr. sein. Was ich sonst noch Persönliches zu antworten habe, kommt später. Jetzt muß ich noch fest liegen; bis etwa <Kopf S. 1> zum 29.8. Wie immer grüßt Euch
D. K.