Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 21. August 1953 (Heidelberg, Postkarte)


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<Die Karte wurde von Käthe Hadlich diktiert>
Heidelberg, den 21.8.53.
M. l. Fr. Heute ist Hedwig Mathy meine Sekretärin, so kommt nun jeden Tag eine helfende Seele zu Hilfe! Es geht normal weiter nur mit zeitweisen Schmerzen. Der hohe Chef ist gestern nicht gekommen, und sein Besuch scheint abgesagt. Das giebt wieder im Allgemeinen größere Ruhe. Aber das Wetter ist nach wie vor schwül, und das erfüllt mich mit Sorge um Dich, denn wie sehr war die Gewitterneigung bei Euch noch grösser als hier, wo es nur zu Wetterleuchten kam. Ich hoffe aber, daß Du Dich doch etwas akklimatisiert hast, und bin dankbar, daß Du alle Unternehmungen unterlässt. Wir geben uns doch Beide Mühe, den körperlichen Beschwerden möglichst Stand zu halten. Mir wird das nicht so schwer, weil mir
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| ja gar keine andere Möglichkeit bleibt. Und Du mußt Dir von Susanne über alle Schönheiten berichten lassen. Ob ich bis Ende des Monates schon aus dem Bett komme, weiß ich nicht recht, auf alle Fälle bitte ich Dich die Reise hierher nicht zu unternehmen wenn es Dir nicht wirklich besser geht, es würde mich beunruhigen! Viele herzliche Grüße Euch Beiden. Dir viel gute Wünsche, wie immer
D. K.