Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 26. August 1953 (Heidelberg)


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<Der Brief wurde von Käthe Hadlich diktiert>
Heidelberg, 26.8.53
M. l. Fr.!
Hoffentlich hat meine Karte zum 26. Euch noch in Hohfluh erreicht. Und Ihr habt die Fortsetzung der Reise gut bewerkstelligt. Von unterwegs wirst Du keine Zeit haben, Nachricht zu geben und ich hoffe nur auf gute Meldung von Tübingen. Bei mir geht alles normal weiter. Ich soll jetzt noch einmal kontrolliert werden und dann sollen die Übungen anfangen.
Wegen der Weiterbehandlung, wenn ich hier entlassen werde, habe ich auf Vermittlung von Frl. Dr. Clauß gehofft. Durch wen oder was bist Du veranlaßt gewesen, Dich an Dr.
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| Schwaiger
zu wenden? Ich habe ihn noch nicht gesehen und man vermutet, daß er auf Urlaub ist. Solltest Du keine Auskunft bekommen, so kannst Du auf alle Fälle ganz ruhig sein, daß für mich gesorgt wird. Es ist häufig, daß man zur Nachkur noch zum Kümmelbacher oder Speyrerhof geschickt wird. Wegen Deines Hierherkommens wäre es mir eine Beunruhigung, wenn Du den "offiziellen Besuch" noch verschieben würdest, denn ich möchte, daß Du nicht den Erholungserfolg durch solch anstrengende Fahrt riskiertest. Die technischen Schwierigkeiten der Sache in Bezug auf Kleidung etc. werden mir meine lieben Freundinnen hier er
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|leichtern und, falls der Übergang in eine höhere Klasse wünschenswert ist, kann man das selbst ordnen. Die Mittel dazu sind vorhanden und Hedwig Mathy hat sie in Händen.
Auf Einzelheiten Deines lieben Schreibens kann ich leider nicht eingehen. Darum auch nur viele gute Wünsche und herzliche Grüße ohne "weitere Spezifikationen".
Also nur noch Willkommen Euch beiden in Tübingen!
D. K.