Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 27. August 1953 (Heidelberg/Chirurgische Klinik, Postkarte)


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<Die Karte wurde von Käthe Hadlich diktiert>
Heidelberg, Chirurg. Klinik, den 27.8.53.
M. l. Fr. Da ich garnicht weiß, ob ich in den nächsten 3 oder 4 Tagen irgend eine Schreibhilfe haben werde, möchte ich heute noch einmal ein Lebenszeichen geben. Ich danke Dir sehr für all Deine vielen lieben Nachrichten und bitte Dich, (nicht zu erwarten, daß di) sicher zu sein, daß ich nicht erwarte, das könne so weitergehen. Selbst am 31. ist möglicherweise von mir kein Gruss rechtzeitig da. Über mein Befinden kannst Du ganz ruhig sein. Heute ist wieder eine Kontrollaufnahme gemacht, aber das Resultat kenne ich natürlich nicht. Es hieß aber schon vorher, daß die Bewegungsversuche beginnen sollen, so sagte Dr. Georg, der behandelnde Arzt. Über die weitere Entwicklung der Behandlung habe ich noch nichts gehört. Zunächst wird es hier der Fall sein. Heute weiß ich Euch am Zürichsee und hoffe, es ist etwas schönes, nicht heißes Wetter wie hier. Darauf kommt hoffentlich noch eine gute Heimreise, und diese Karte findet Euch wieder im gewohnten Verein, und so grüße ich
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| Euch mit Ida, die alles auf's Beste vorbereitet hat. Möge eine gute Erholung von der Reise zurückbleiben. Daß ich in Gedanken die Jubiläumstage beständig im Sinne habe, wirst Du wissen und daß alles, was damit zusammenhängt, mir Halt und Hilfe ist. Und so bin ich in stiller Dankbarkeit wie immer
D. K.