Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 31. August 1953 (Heidelberg)


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<Dieser Brief wurde von Käthe Hadlich diktiert>
Heidelberg, 31.8.53
M. l. Fr.!
Mit großer Freude erhielt ich heute Deinen lieben Brief, der mir "unter anderem" sagt, daß es Dir zur Zeit ganz ordentlich geht. Mit der Verschiebung der "Feier" bin ich natürlich sehr einverstanden, denn vorläufig wäre ich ja garnicht fähig dazu. Ich überlege sehr, wann wohl der geeignete Zeitpunkt wäre für einen Besuch. Nach deiner Angabe würde es
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| Dir wohl zwischen dem 6. u. 21. September irgendwann passen. Genaues angeben kann ich nicht, da ich erst sehen muß, wie das Massieren wirkt. Heute war der erste vorsichtige Beginn.
Auf Anfrage bei Frl. Dr. Clauß habe ich erfahren, daß die Überweisung in irgendeine Erholung von hier durch den Oberarzt geschieht. Es käme nur der Kümmelbacher in Frage. Aber vorläufig wird die Behandlung hier im Hause fortgesetzt. Der Oberarzt, den ich einmal
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| gesehen habe, hieß Dr. Kaercher Karcher. Die Kosten für die Erholungszeit würde, wie man mir sagt, die Kasse nicht übernehmen, aber die Mittel dazu wären in meinem Besitz. Aber das alles ist noch in unbestimmter Ferne. Je später Du kommst, desto mehr werden wir davon haben. Du brauchst nicht zu denken, daß ich ungeduldig bin. Aber natürlich sehne ich mich danach.
Nach wie vor bin ich aufs Beste versorgt und habe viel lieben Besuch, so auch jetzt mit der geduldigen Schreiberin.
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Alles, was Du geschrieben hast, bewegt meine Gedanken, aber die Worte dafür fehlen auch mir. Darum will ich mit vielen innigen Grüßen schließen und nur noch herzliche Grüße für Susanne und Ida beifügen.
(Meinen blühenden Kaktus hat mir Frau Wüst zur Freude aller hierher gebracht!)
Weiter gutes Befinden
wünscht
D. K.