Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 1. September 1953 (Heidelberg, Postkarte)


[1]
|
<Die Karte wurde von Käthe Hadlich diktiert>
Heidelberg, den 1. September 1953.
M. l. Fr. Heute kam überraschend die liebe Hedwig Mathy, da kann ich wieder Nachricht geben. Auch Frl. Dr. Clauß erfreute mich heute ausserordentlich durch ihren Besuch. Dadurch bin ich nun besser im Bilde über die weitere Entwicklung. Zunächst werde ich hier bleiben können, bis ich mich wieder wirklich bewegen kann. Das Massieren wird langsam und vorsichtig fortgesetzt. Als weitere Erholung kommt nur der Kümmelbacher Hof in Frage, in den ich von hier aus überwiesen werden kann. Das wird nicht plötzlich geschehen, Frl. Dr. Clauß will mit dem Arzt reden, aber ich denke, Dich rechtzeitig zu benachrichtigen. Dabei möchte ich noch eine unbescheidene Bitte aussprechen. Richte Dich doch womöglich für 2 Nächte ein, denn der Krankenhausaufenthalt bringt so viel Unterbrechungen mit sich, daß man die ruhigen Stunden zusammen stellen muss. Im Kümmelb. wird die äußerliche Behandlung fortgesetzt. Wenn ich über die Bedingungen etwas erfahre, werde ich Dir Nachricht geben. Nach wie vor habe ich vielen lieben Besuch.
[2]
|
Hoffentlich habt Ihr Euch zu Hause wieder gut eingerichtet, und fühlt Euch wohl. Ich bitte Dich sehr, Dich nach Möglichkeit weiter zu schonen. Ich werde auch hier wählen, aber, was ist besser: F.D.P. oder D.P.? – Ob Ihr das herrliche Wetter noch etwas benutzen könnt? Aber Susanne wird die Schweizer Landschaft vermissen. Grüße sie und Ida vielmals. Plötzliche Unterbrechung. Darum nur noch sehr viele herzliche Grüsse und gute Wünsche! D. K.
[] Dank für Briefe von Sonntag und Montag.