Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 2. September 1953 (Heidelberg)


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<Der Brief wurde von Käthe Hadlich diktiert>
Heidelberg, 2.9.53
M. l. Fr.!
Heut schreibt wieder Frl. Reinhard, und da bin ich froh, gleich Deinen lieben Brief vom 1.9. zu beantworten. Wie gut, daß Du mir endlich mal ausführlicher über Dein Befinden berichtest. Es beruhigt mich, daß es sich im wesentlichen um die natürlichen Alterserscheinungen handelt. Die müssen wir nun alle mit Ergebung tragen. Über Einzelheiten können wir ja hoffentlich bald mündlich verhandeln. Es freut mich unendlich, wenn Du vom 8. bis 9. kommen kannst. Ich habe nur gezögert, Dich zu bitten; weil ich
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| Dir eigentlich den Einblick in dieses purgatorio ersparen wollte. Es ist aber nicht so schlimm und ich habe nach wie vor den schönen Fensterplatz und eine sehr nette Nachbarin; Frau Gramling ist leider fort. – Sollte ich inzwischen hier entlassen werden, was nicht wahrscheinlich ist, so würde ich Dir telegraphisch Nachricht geben, damit Du Bescheid weißt. Dr. Schwaiger soll seit Montag von der Reise zurück sein.
Auf weitere Einzelheiten kann ich mich heute nicht einlassen, darum will ich nur viel herzliche Grüße an Euch zu Dritt anfügen und Dir alles Gute wünschen für im Sinne Deines ärztlichen Beraters.
Wie immer
D. K.