Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 6. September 1953 (Heidelberg, Postkarte)


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<Die Karte wurde von Käthe Hadlich diktiert>
M. l. Fr.!       Hdbg. 6.9.53
An diesem schönen Sonntag habe ich wieder lb. Besuch, der für mich schreibt, Frl. Ingold. Du hast wohl gestern schon erfahren, daß ich selbstverständlich gerne warte, bis Du in Ruhe herkommen kannst. Dein Brief an Schwaiger ist angekommen, u. er sagte mir, ich solle nur noch hierbleiben. Ich stehe täglich etwas auf u. sitze im Lehnstuhl, aber im Bett ist es besser. Sprechstunde haben wir ab 14 Uhr, meist unbegrenzt, mit Unterbrechung. Einen Wunsch, den Du mir erfüllen könntest habe ich nicht, als den, daß unser Wiedersehen recht ungestört sei. Das Massieren macht gute Fortschritte, ich übe auch allein.
Zu reden werden wir viel haben, denn ich kann auf Einzelheiten Deiner Briefe leider nicht eingehen. Auch meine Berichte werden Dir sehr lakonisch erscheinen. In Gedanken nehme ich Anteil an allem, was Du erzählst u. hoffe, z. B., daß Wenke keine Beteiligung von Dir gegen "die Farbigen" verlangt.
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Ob Ihr das schöne Wetter zu Spaziergängen benutzen könnt. Hoffentlich ist es nicht zu heiß. Ich grüße Euch alle und wünsche nette Stunden mit Louvaris u. freue mich die ganze Zeit auf Dein Kommen.
D. K.