Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 20. Februar 1954 (München, Postkarte)


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München, 20.II.54.
M. L!  Es ist wieder so aufreibend wie stets: Donnerstag Sitzung von 17–23½, gestern von 10½ bis 20 – hinterher obligatorisches Vergnügen; heute von 9–19½ nur unterbrochen durch Einladung zum Mittagessen vom Kultusminister u. Oberbürgermeister. Frau Kerschensteiner konnte ich leider nicht besuchen, nur Blumen schicken; es sieht sehr ernst aus. Von München habe ich natürlich nicht viel gesehen. Auch dies Bild ist betrüblich. Hübsch war gestern ein Studenten kabarett mit Bezügen geistvoller Art auf die DFG. Gestern Abend fand ich Deinen lieben Brief, konnte ihn aber kaum noch "aufnehmen".
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| Nur herzliche Freude konnte ich noch empfinden.
Wenn ich nicht verschlafe, will ich morgen Sonntag 7.50 hier abfahren. Dann bin ich Punkt 12 in Tübingen – via Ulm. Erinnerst Du Dich an 1933 und Blaubeuren?
Louvaris ist hier. Aber auch ihn konnte ich nicht aufsuchen. Montag ist noch einmal Seminar. Dann <re. Rand> folgt Lagebericht. <li. Rand> Dein l. Brief an Sus. kam noch vor Abreise an.
<li. Rand S. 1>
Innige Grüße Dein Eduard.