Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 28. Juni 1954 (Sigmaringen, Postkarte)


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Meine einzige Freundin!
Wir haben gestern in Sigmaringen von dem großen Guß nichts mehr abbekommen. Zu Hause fand ich viele Blumen und einen erschütternden Stoß Briefe, unter denen mancher tief beglückt. Bei meinem gegenwärtigen Kräftezustand bedeutet dies alles aber ebenso sehr eine Gefahr, wie eine Freude, zumal da die Woche sonst schwere Anforderungen stellt. Ich muß an Deine liebe Nachsicht appellieren – denn einer wird doch Erbarmen haben! – wenn ich z. Z. nicht schreiben kann. Zwischen uns weben ja tiefere Fäden. Aber von Dir möchte ich wissen, daß es Dir gut geht.
Susanne und Ida grüßen herzlich.
In inniger Verbundenheit
Dein
Eduard
28.6.54.

[li. Rand] Ich habe meine Augen sehr gründlich untersuchen lassen. Es ist allerhand da.