Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, [13.] November 1954 (Tübingen, Briefkarte)


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<unter Berücksichtigung von inhaltlichen Bezügen und Postweg kommt als Datum nur der 12. oder 13.11. in Frage>
M. L!  In Kürze: es ist eine durch nichts bewiesene These, daß das Zimmer, das zu haben ist, zu teuer wäre. Die bisherigen Zuschüsse stehen Dir selbstverständlich weiter zur Verfügung, nötigenfalls auch mehr. Ebenso die Kosten für den Umzug. Bedingung wäre nur, daß Hermann nach Heidelberg käme und bei dem Umzug hülfe.
Begreiflicherweise liegt nämlich im Hintergrunde Deines Bewußtseins der horror vor der Umstellung. Aber wer den Zweck will, muß auch die Mittel wollen. Solange die Furcht vor der Änderung besteht, wird gegen jedes Zimmer etwas einzuwenden sein, eben – weil man nicht will. Der Wunsch, mich zu entlasten, darf gar keine Rolle spielen.
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Ich bin längst wieder ein wohlhabender Mann. Und ich habe für niemanden zu sorgen außer für Dich und Susanne. Du würdest meine ganze Finanzpolitik illusorisch machen, wenn Du weniger als bisher brauchtest. Im Gegenteil: Was Du brauchst, steht in voller Höhe zur Verfügung.
<li. Rand> "Ich bin dein Vater Kambyses und sage Dir nichts als dieses.
Innigst Dein
Eduard