Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 24. August 1954 (Heidelberg, Postkarte)


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Heidelberg. 24. August 1954. M. l. Fr.
Noch niemals ist die Postverbindung so mangelhaft wie bei dieser Eurer Reise. Es entspricht dem Wetter! Wenigstens bei uns ist es kalt und naß, und ich gebe mich nur der Hoffnung hin, daß es bei Euch besser sein möge. Heut hatte ich eigentlich auf eine der "pragmatischen Karten" gehofft; aber es war nichts. Am Sonntag war es bei Fr. Heinrich sehr behaglich, bei Dauerregen im Freien, gestern mußte ich nochmals zu dem Arzt, der sehr zufrieden mit der Heilung ist. Abends kam der Uhrmacher, der meinen Regulator wieder in Gang setzen sollte, aber in der Nacht blieb der leider wieder stehen, und ich hatte doch so gehofft, wieder in Ordnung zu kommen. Heut werde ich mittags bei H. Mathy und Schwester sein. – Im Haus ist die Familie
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| vollzählig versammelt und noch 3 Personen Besuch!! Da kannst Du Dir denken, daß es bunt zugeht. – Ob Euch diese Karte noch in Heiden trifft? Ich bin sehr begierig auf die nächste Nachricht, und hoffe, daß es den "geduldigen Reisenden" abgesehen vom Wetter gut geht. Ich grüße Euch vielmals und Dich noch mal extra! D. K.