Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 16. Oktober 1954 (Heidelberg)


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Heidelberg. 16.X.54.
Mein geliebter Freund!
Mit großer Freude erhielt ich Deinen geliebten Brief, der mir die Möglichkeit gibt, die auftauchenden Hindernisse zu arrangieren. – Solltest Du noch bei geeigneter Zeit hier am Samstag eintreffen, werde ich vorsichtshalber zuhaus bleiben. Eventuell ist dann Hermann da, der sicher gern wenigstens einen kurzen Gruß haben würde. Aber für den Sonntag ist er anderweit beschäftigt, wie er mir schon von Basel schrieb, ohne von Deinem Kommen zu wissen. Wenn Du aber spät abends ankommst, (21.35 oder 21.51) wirst Du sicher gern Deine Ruhe haben und ich werde Dich nicht behelligen. Es war so hübsch, als Du beim letztenmal so unerwartet früh kamst, und Du würdest ein warmes und beleuchtetes Zimmer finden! – Am Sonntag komme ich auf alle Fälle um 9 Uhr zu Rodrian, und wir
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| können dann beliebig über unser Vorhaben beschließen. — Habe vielen Dank, daß Du mir trotz der bedrängten Zeit geschrieben hast, ich weiß das hoch zu schätzen. – Mitzuteilen habe ich heut nichts weiter, nur viele Grüße in der freudigen Aussicht des baldigen Wiedersehens. Möge das Wetter Einsicht haben!
Heute war es bewölkt, aber ein schöner Sonnenuntergang. Grüße auch Susanne und Ida von mir und bemühe dich, wenn möglich Dich nicht von der Arbeit und den Besuchen hetzen zu lassen. Vielleicht ist gerade heut und morgen mit Holzhausen ein recht frohes Zusammensein!
Möge das auch uns wieder beschieden sein!
Mit innigen Grüßen
Deine
Käthe.