Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 15. Juni 1955 (Tübingen, Postkarte)


Tüb. 15. Juni 55. M. L!  Noch ganz erschöpft von m. gestrigen Vortrag, bei dem ein lebensgefährliches Gedränge stattfand und in 2 andere Säle übertragen werden mußte, kann ich heute nur das Nötigste schreiben. Wir wollen, wenn Du Dir das Unternehmen zutraust, hypothetisch für Sonntag 19. Juni folgende Verabredung treffen: Ich komme, wenn nichts Dringendes in Bonn mehr zu erledigen ist, um 13.29. auf dem neuen Bahnhof an und fahre um 14.43 weiter. Die Zeit reicht, um am Bahnhof gemeinsam Mittag zu essen. Komme ich nicht, so mußt Du leider dort allein essen. Ob ich im Notfall depeschieren könnte, ist nämlich unsicher. Frühestens jedenfalls am Sonntag Morgen. Du wirst ja nicht vor 12 von Hause fortgehen. Bringe doch bitte den "Brand im
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| Hutzelwald" mit, der hier zwar vorhanden, aber nicht auffindbar ist. Unterlasse jedoch anstrengendes Suchen.
Das Wetter in Heidelberg war unbeschreiblich; besser in Baden-Baden; ich bin hin und zurück die Schwarzwaldhochstraße gefahren.
Also hoffentlich auf Wiedersehen! Mit vielen Grüßen von allen
Dein
Eduard.

[li. Rand S. 1] Treffen entweder an der Sperre oder in Wartesaal II. Kl.