Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 13. September 1955 (Lenzkirch, Postkarte)


Lenzkirch, 13.9.55.  M. L. Heute bläst im wirklich schwarzen Walde schon ein rauher Wind. Ohnehin wollten wir am 15.9. ganz früh hier abfahren, mit der Schwarzwaldbahn zunächst nach Alpirsbach, wo wir noch bis Samstag Abend bleiben. ("bei Dr. med. Heß".) Wir sind am Sonntag von Holzschlag bei Gündelwangen noch nach Stallegg (Brücke) hinabgegangen und zurück. 2 Stunden – etwas viel für mich, aber schön! Vielleicht machen wir heute noch den Verbindungsweg SaigHirahofKappel, den wir 1926 auch im September gegangen sind. – Morgen ist Paul Fechters 75. Geburtstag, für dessen Festschrift ich einen Aufsatz "Wider den Lärm" beigesteuert habe. Wir haben uns kaum je in einem Hôtel so wohlgefühlt wie bei "Vogt". Heute wird schon geheizt. In m. nächsten
[2]
| Brief werde ich die Anschaffung einer elektrischen Sonne anregen, als Ergänzung der Heizung, die am Tage spät einsetzt. Die Stromkosten kannst Du ja ersetzen. – Eben zeigt sich ein großes Stück blauer Himmel. Es war hier sehr hübsch – "trotz allem". Beide Reisenden grüßen herzlich mit guten Wünschen
Dein Eduard.