Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 19. Februar 1956 (Tübingen, Briefkarte)


19.II.56.   M. L!  Gestern hatten wir das Ehepaar Schrade bei uns zu Besuch. Ich weiß, daß Du ihn in vielen Jahren in Heidelberg mit Freude gehört hast. Mit ihnen war das Ehepaar Metzke eingeladen. Auch er ist (vor 1½ Jahren) von Heidelberg zu uns gekommen. Heute ist nun "garnichts los." (An Alpirsbach war nicht gedacht, höchstens an Urach.) Aber die Kälte veranlaßte uns, lieber die Einladung zu Niemeyers anzunehmen. Um Deinetwillen tut es mir leid, daß der Frost so lange andauert. Denn ich halte Dich für geizig. Hier werden wir gut fertig mit dem Winter. Denn
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| Susanne und Ida sind nicht geizig.
Gemäß Beilage scheint man Dich in der Petersstr. schon nicht mehr zu kennen.
Die morgen beginnende Woche = Semesterschlußwoche ist sehr stark besetzt. Mein Geburtstagsgruß wird daher äußerlich vielleicht kurz werden; innerlich um so wärmer. –
Notiere schon jetzt auf Deinem Kalender 24. Mai: "75. Geburtstag von Frau Biermann, Kronberg (Taunus), Oberurselerstr. 12. Ansichtskarte."
Wärmste Grüße
Dein Eduard

[] Ich habe gesehen, daß Du Susanne durch einen Brief erfreut hast.
[li. Rand] 25. März Besuch in Heidelberg.
26. Abends interner Vortrag dort.