Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 5. April 1956 (Tübingen, Postkarte)


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5.IV.56.
M. L! Wir danken beide herzlich, jeder für seinen Osterbrief. Und beide hat uns gefreut, daß Du angenehme Besuche gehabt hast. Vergiß bitte nicht, Frl. Héraucourt mit herzlichen Wünschen von uns zu grüßen! – Hier war es etwas anstrengender, als erwünscht. Ich hatte auch einige ungute Tage. Deshalb muß nun eine Pause gemacht werden, auch wenn das Wetter nicht einladend ist. Wir fahren morgen um 8 nach Badenweiler. Quartier suchen wir an Ort und Stelle. Daher wirst Du wohl erst Montag eine Adresse erhalten. Am Ostersamstag waren Bährs bei uns, am 1. Feiertag der Primaner aus Bonn. 2. Feiertag durchgearbeitet. Dienstag war ich in Eßlingen: 1½ Stunden Hinreise, 12 Min. Konsultation, 1½ Stunden Rückreise; schlechter Tag. Gestern besuchte uns ein junger Afghane aus Reutlingen (Technikum.) Das war beinahe das Erfreulichste der ganzen Osterzeit. – Unsre
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| Reise kann nicht lange dauern denn für den 24.IV steht in Stuttgart eine Ehrung bevor. Notfalls fahren wir ein 2. Mal. Heute sind viele Vorbereitungen nötig. Ich gehe auch noch zu Harms hinauf. – Leider wirst Du noch nicht auf sonnigem Balkon sitzen können. Aber mal muß es doch etwas frühlinghaft werden. Vorläufig empfehle ich Vorsicht mit Temperaturen und Anstrengungen. Alle grüßen.
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Innigst Dein E.

[] H. Koch schreibt aus Olympia.