Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 29. November 1956 (Heidelberg)


[1]
|
Heidelberg. 29. Nov. 1956.
Mein geliebter Freund!
Kaum war mein Brief mit dem Schlüssel im Kasten, da kam ein kurzes Briefchen von Mädi, die mir – ohne meine Anfrage! – mitteilt, daß Willi nicht Professor, sondern "nur Dozent" sei. Ich beeile mich, Dir das mitzuteilen, denn ich hätte ihm so gegönnt, daß er einen direkten Dank von Dir bekäme. Daß Du nicht sofort schriebst kannst Du vielleicht damit begründen, daß ich Dir nie etwas Näheres über Willi berichtete, und tue das erst jetzt mit der Auskunft daß er nicht Prof. ist, seine Wohnung in Bielefeld ist: Walkenweg 60. – Ich war
[2]
| so froh, so rasch mal etwas für Dich erledigen zu können und war von dem Resultat so befriedigt, daß ich recht betrübt bin, es nicht diplomatischer angefangen zu haben. Die Maschinenabschrift hatte ich, wie ich dachte – möglichst wörtlich benutzt, schickte [über der Zeile] sie aber dann doch noch hinterher. Du hattest sie nur beigelegt, wenn ich nicht imstande wäre, selbst zu schreiben. Aber ich denke, es läßt sich noch nachholen, unter Angabe meines Versäumnisses!
Verzeih dies eilige Geschmier, ich möchte nur womöglich noch den Termin der Abhohlung noch erreichen.
In stetem Gedenken
Deine
Käthe.