Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 1. Juli 1957 (Tübingen, Briefkarte)


1. Juli 57.  Meine geliebte Freundin! Wie Du siehst, kommt hier nichts als ein Zeichen, daß ich Deiner in diesen Tagen mit der gleichen Treue gedenke, wie an allen Tagen. Aber zum Schreiben reichts noch nicht. Alle Kräfte sind erforderlich, um sich gegen diese Woge von Gedenken und Güte einigermaßen aufrecht zu erhalten. Wir sind Samstag Abend hier eingetroffen und haben noch einen Eindruck von der Fülle der Blumen bekommen. Aber es standen auch 2 Waschkörbe mit Briefen
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| samt Beilagen da. Telegramme waren 150 eingetroffen. Da muß erst gesichtet werden, damit der Kopf nicht platzt.
Bähr hat in seiner Zartheit auch an Dich gedacht und Dir Blumen gesandt. Wie bekommt Dir die Wärme? Vielleicht ist die Abendsonne jetzt zu kräftig. Ich wünsche Dir ein befriedigendes Befinden und alles Erfreuliche. Habe ein wenig Geduld, dann kommt ein summarischer Bericht. Alle hier grüßen. Dein getreuer Eduard.
[li. Rand] Heute kam noch eine Deputation der Stadt Tüb.
[li. Rand S. 1] Du bekommst dann auch Festartikel
[Kopf S. 1] Die Büste hat sich in Bronze verschlimmert