Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 16. August 1957 (Lenzkirch, Postkarte)


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16. August 57 (Heute vor 39 Jahren feierten wir in Heidelberg mit dem alten Wundt seinen 85. Geburtstag.) M. L! Soeben hat uns Frau Meinecke verlassen. Sie kam gestern von Wengen im Auto ihrer Tochter und besuchte uns noch um 8 abends. Heute von 8–11½ Zusammensein und Erzählen; fast ein wenig strapaziös für einsame Kurgäste. Von Dir und Hanna Virchow sprachen wir auch. – Sonst hat sich hier nichts ereignet. Seit den abscheulichen Föhntagen hat sich das Wetter noch nicht wieder ausbalanziert. Heute ist es windig, kalt, regnerisch, ähnlich wie im vorigen Jahr. Auf einem Wege von Stallegg zurück sind wir furchtbar naß geworden. Die anfängliche Erholung steigert sich nicht mehr. Wir werden wohl am 23. früh nach T. zurückfahren. – Wie geht es Dir? Von Rösel Hecht, Buttmi, Héraucourt, Fr. Heinrich habe ich lange nichts mehr gehört. Es ist immer
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| nur von den neuen Besuchern die Rede, die Familienstudien machen. Wenn Du den Brief von Frl. Hohenadel noch hast, sende ihn doch bitte zurück. Die Photographien waren zum Behalten bestimmt. Susanne und ich grüßen Dich mit vielen warmen Wünschen. Ida u. Schwester scheint es in ihrem Nest ganz gut zu gehen. Innigst
Dein Eduard