Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 6. September 1957 (Tübingen, Briefkarte)


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6.9.57. Meine geliebte Freundin! Es ist leider für den üblichen Wochenendbrief zu spät geworden. Dies ist also keine Antwort auf Deine beiden lieben Briefe, die beide pünktlich zum 31.8. eintrafen, und auf die Beigabe. In dieser Woche war es hier sehr unruhig: Besuche von Ulrich Pretzel u. Frau, Arthur Stein u. Frau aus Bern (waren 3 Tage hier), Wenke u. a.|| Frau Tierok hatte wieder, als wir schon schlafen gegangen waren, einen Anfall. Ein Arzt war schwer zu bekommen. Gestern früh wurde sie in die Chirurg. Klinik gebracht) Es sieht düster aus
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In 20 Min. muß ich zur Bahn, um nach Eßlingen zum Augenarzt zu fahren. Nachm. kommen Halbritter u. die Sekretärin. Da wird aus einem Brief nichts werden. Aber der Gruß soll wenigstens voranlaufen.
Wahrscheinlich wird bei Euch auch schon geheizt. Erkälte Dich bei dieser Gelegenheit nicht! Sonst ist das Wetter etwas normaler geworden und fällt weniger auf die Nerven.
Viele herzliche Wünsche und Grüße
Dein
Eduard