Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 15. Oktober 1957 (Alpirsbach, Postkarte)


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Alpirsbach, 15.X.57.  M. L.!
Wir haben hier in fast 5 Tagen keinen Regen gehabt. Die Herbstfarben sind schön; aber der Himmel ist oft verhangen. Im Kurgarten neben den Säcken "Heidelberg, Portland-Zement, Leimen", habe ich meine Gedanken etwas gefördert. Am Samstag bin ich mit Christiane von Schenkenzell nach Schiltach gegangen. Sie ist jetzt wenig liebenswürdig und etwas langweilig. Am Sonntag war ich allein in Wolfach, bei Sonne, aber starkem Wind. Gestern noch einmal mit Sus. von Schenkenzell – nach Schiltach. Heute um 2 fahren wir nach Freudenstadt; von dort mit Bahnbus nach Tübingen. Also von morgen an wieder regelmäßige Adresse. – Heute vor 44 Jahren wurde das Völkerschlachtdenkmal in
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| Leipzig eingeweiht. Welche Wandlungen seitdem! – Am Abreisetag war Flitner sr. noch 1 Stunde bei uns, recht ärgerlich darüber, daß We. das Unesco-Institut in Ha. übernimmt, statt sich ganz der Professur zu widmen.
Hoffentlich konntest Du den Besuch bei Buttmis ausführen. Ich denke an unsre Wege FreuSchönbergAlpirsbach u.s.w.
<li. Rand>
Herzliche Grüße von

<re. Rand>
Susanne u. Deinem E.