Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 27. Oktober 1957 (Tübingen)


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<Briefkopf: PROFESSOR DR. EDUARD SPRANGER
TÜBINGEN
Rümelinstr. 12>

27.X.57.
Meine geliebte Freundin!
Ich habe viel daran gedacht, daß Du heute lieben Besuch hast. Hoffentlich war damit keine Anstrengung verbunden, sondern nur Belebung des Gemütes. Über den Stand des Fiebers schreibst Du nichts. Die Spritzen sind vorsorglich gut am Platze. So wenige, wie Du und ich, haben gewiß nur eine kleine Zahl von Zeitgenossen bekommen. Ich würde gern viel sonst noch fragen. Aber damit würde ich Dir und der hilfreichen Freundin Hedwig Mathy nur Umstände verursachen. Nur eine Frage ist wichtig: Soll ich kommen?
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Auch bei uns war gestern und heute "Familie". Haide Heß aus Alpirsbach war da. Frau Tierok wird wohl morgen für einige Zeit zu ihren Kindern nach Horb übersiedeln.
Bähr hat viel von Albert Schweitzer erzählt.
Mit langen Briefen will ich jetzt Deine Kraft nicht beanspruchen. Ich schreibe dafür häufiger. Hast Du Gelegenheit, mir auch 2 Zeilen zukommen zu lassen, so werde ich Dir und den Beteiligten sehr dankbar sein.
Alle grüßen!
Habe Geduld und werde gesund!
Innigst
Dein Eduard