Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 20. November 1957 (Tübingen)


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Tübingen, den 20. Nov. 57.
Meine geliebte Freundin!
Die Nachrichten aus dem Philippushause lauten ein wenig widersprechend. Ich bin daher in Zweifel, wie ich mich praktisch verhalten soll. Wenn es Dir erwünscht ist, daß ich sofort komme, stelle ich natürlich alle anderen Angelegenheiten zurück und setze mich auf die Bahn. Dann müßtest Du selbst aber Deine Meinung in diesem Sinne eindeutig kundgeben.
Der erste Tag, den ich [über der Zeile] ohnehin frei habe, ist Sonntag, der 24.XI. Daß es gerade der allgemeine Gedenktag ist, brauchte uns nicht zu stören.
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| Ich könnte dann allerdings erst kurz vor 12 bei Dir sein. Auch Montag wäre leicht freizumachen. Dienstag habe ich in Remstal einen kleinen Vortrag, Mittwoch habe ich für die 500jahrfeier des Landtags zugesagt [über der Zeile] (Stuttgart), Donnerstag ist das kleine Seminar.
Freitag 28. wäre wieder leicht frei zu machen. Samstag und Sonntag 29./30 sind frei. Wenn kein Grund vorliegt, sofort zu kommen, wäre diese Gegend am geeignetsten. Ich könnte dann auch noch anfragen, ob bei Rodrian ein Zimmer frei ist, während ich [über der Zeile] es sonst ohne Übernachtung einrichten müßte.
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Auf diese Fragen gibst Du mir vielleicht bald Antwort. Ich lege eine fertige Postkarte bei, auf die Du nur den Termin schreiben zu lassen brauchtest. Und jemand, der die Karte in den Kasten bringt, wird sich ja immer finden.
Für heute also nur dies Wichtigste, verbunden mit vielen guten Wünschen von allen im Hause.
Innigst
Dein
Eduard