Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 4. Dezember 1957 (Tübingen)


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<Briefkopf: PROFESSOR DR. EDUARD SPRANGER
TÜBINGEN
Rümelinstr. 12>

4.XII.57.
Meine geliebte Freundin!
Heute hatte ich die Freude, von Dir und Frl. Héraucourt gleichzeitig einen Nachricht zu erhalten. Außerdem meldet Schmeil, daß er durch seine junge Freundin aus der "Philippsburg" die Nachricht erhalten habe, die Krankheit sei überwunden. Meinerseits würde ich sagen: "es geht so lala."
Anstelle von Einzelheiten möchte ich heute nur unsren gemeinsamen Besuch für Montag, den 9. Dez. wiederholt mitteilen. Wir hoffen, ab¹) [li. Rand] ¹)das heißt: "frühestens" 15¼ auf der "Philippsburg" zu sein. Die Dauer des Besuches soll sich nach Deinen Kräften richten.
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| Viel zu sprechen brauchst Du nicht. Das besorgen wir. Da wir in Stuttgart nur 6 Minuten Zwischenraum haben, ist eine Verspätung nicht ausgeschlossen. Der nächste Zug geht so, daß wir dann erst um 16¼ kämen. Auf der Rückfahrt von Mannheim am 11.12. können wir leider nicht unterbrechen, da ich am 12.12. das kleine Seminar habe.
Es ist jetzt etwas mehr zu tun, als mir eigentlich gut ist. Das geht so bis zum 21.12. – Wenn wir Dir etwas mitbringen können, was Du gern hättest, läßt Du es wohl noch mitteilen oder schreibst es selbst auf einer Karte.
Jeden Tag einen kleinen Fortschritt zu machen, ergibt bis Weihnachten noch ein erfreuliches Quantum. Dies wünsche ich von Herzen für Dich, und "die anderen" schließen sich an. Also auf ein gutes Wiedersehen! Innigst Dein Eduard
[li. Rand] Heuß hat auf m. Bitte an Louvaris zum 70. Nicolastag einen sehr <re. Rand> netten Brief geschrieben. Von Häbler kam auch eine Nachricht.