Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 18. Dezember 1957 (Tübingen)


[1]
|
<Briefkopf: PROFESSOR DR. EDUARD SPRANGER
TÜBINGEN
Rümelinstr. 12>

18.12.57.
Meine geliebte Freundin!
Ich schreibe schon wieder, um meine Teilnahme zu bekunden. Aber naturgemäß ist von hier nichts zu berichten. Susannes Erkältung zieht sich hin und will mit etwas Aufmerksamkeit behandelt werden, da sie schlecht aussieht. In Horb geht der Prozeß seinen Weg. So sind wir fern von Adventsstimmung, zumal da es draußen immer trübe ist. Froh aber dürfen wir sein, daß wir nicht so große Kälte haben, wie sie in Norddeutschland ist.
[2]
|
Mein Vorleser¹) [Fuß] Gestern hat er ein Stück aus der Gothein-Biographie gelesen, die Du mir 1931 geschenkt hast. ist nach längerer Grippe wieder da; nun fällt meine Schreibhilfe aus – gerade vor Weihnachten.
Ich hoffe, daß es täglich ein bißchen besser geht und daß damit auch die Stimmung sich ein wenig aufheitert.
Wie stets
Dein
Eduard