Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 28. April 1957 (Heidelberg)


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Heidelberg. 28. April 57
abends
Mein geliebter Freund!
Jetzt seid Ihr vermutlich schon längst dort angekommen und habt hoffentlich eine gute Fahrt und nicht zu anstrengende, freundliche Stunden in freundschaftlichem Beisammensein verleben können! – Es war hier ein schöner, sonniger Tag, der etwas bewölkt anfing, aber jetzt ist die geliebte Sonne schon wieder hinter dem Seitenbau verschwunden und das Federballspiel auf der Terasse über dem Kartoffelbunker hat aufgehört.
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Nur einen sehr herzlichen Gruß möchte ich noch schicken und Euch sagen, wie sehr ich mich auf den 3. März freue! sowohl weil der Reiseabschluß ein gutes Zeichen ist "und überhaupt!"
Wenn ich noch von der Energie wäre wie früher, hätte ich heute versucht, Euch bei der vermutlichen Durchreise am Bahnhof aufzulauern. Aber das sind tempi passati.
Der wolkenlose Himmel füllt sich über dem Rhein mit grauem Dunst, aber drüber ist noch farbiger Nachklang, und die Vorfreude bleibt von allem Wetter unberührt.
Also: auf ein gutes Wiedersehen!
Deine Käthe.

[li. Rand] Extra Dank auch für Susanne wegen der interessanten Drucksache.