Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 14. Juli 1957 (Heidelberg)


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Heidelberg. 14.VII.57.
Mein geliebter Freund!
Nur einen innigen Sonntagsgruß und vielen herzlichen Dank für die wundervolle Festschrift und den gedruckten Brief, der mir einen Druck vom Herzen nahm: durch die Vorstellung, daß Dir mit dieser Form des Dankes wenigstens im Augenblick eine gewisse Erleichterung der großen Verpflichtungen geschaffen sein wird. Möge er recht nachhaltig wirken.
Die Festschrift voll ehrlichen Dankes für Deine so liebenswerte deutsche "Menschlichkeit" hat mich tief bewegt. Ich lese langsam,
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| zunächst suche ich die mir irgendwie bekannten Namen, und so manches Bild aus der Vergangenheit, von 1942 und 1903, und sonst auch immer, wird dabei lebendig. Ich bin im Tiefsten davon ergriffen.
Mögest Du aus dieser reichen Bestätigung Deines Seins und Wirkens nur Freudigkeit und stille Kraft schöpfen.
In immer gleicher Liebe grüßt Dich
Deine alte Freundin
Käthe.
Und außerdem noch viel herzliche Grüße!