Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 20. September 1957 (Heidelberg)


[1]
|
Heidelberg. 20. Sept. 1957
Mein geliebter Freund!
Bei wunderbarem Sonnenschein kommt hier nur mal wieder ein Gruß, der zwar nichts von Ereignissen zu berichten hat, aber Dir doch gern Nachricht geben möchte. Ich lebe von "sonnigen Erinnerungen und hoffe, daß uns demnächst wieder mal eine frohe und gesunde Kraft spendende Begnung beschieden sein möge. Und was die praktische Seite betrifft: wo wirst Du wohnen? Für Ruges ist mir der Rosengarten empfohlen, auch das Lamm wird gelobt. Oder ziehst Du die bekannte Bunsenstraße vor?
[2]
|
Mich unterbrach Frau Franz, die mir erzählte, daß H. Mathy noch nicht zurückkommt. Aber Hanne Héraucourt beabsichtigt, mich am Sonntag abzuholen, damit ich den Tag bei ihnen bleibe. Wollen mal sehen!
Alle meine Wünsche sind auf Dein Wohlergehen gerichtet, schon aus Egoismus! Aber auch abgesehen davon denke ich viel an die Sorge, bei Euch, die ständig bedrohlicher wird und ich grüße Ida und ihre Schwester in Teilnahme. In treuem Gedenken auch Grüße an Susanne.
<Kopf> Für alles Liebe in Deinem Brief dankt <li. Rand> innig Deine Käthe.