Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 1. November 1957 (Heidelberg, Postkarte)


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Heidelberg, den 1. November 57.
L. Fr.! Vor allem möchte ich Dir herzlich für den Brief und Karte danken, vom 29. u. 30.X. Du wirst ein Diktat von meiner Schwester erhalten haben, deren Anwesenheit mich sehr erfreute. Besonders hübsch ist Deine Karte von den Linden – Ecke Friedrichsstrasse, auf der ich leider nicht bestimmt Euer Haus wiedererkennen kann. Hoffentlich sind inzwischen Eure verschiedenen Besuche gut vorübergegangen ohne Anstrengung, und die Geburtstagsfeier am 5., und alle anderen Anstrengungen. Besonders würde es mich freuen, wenn du wirklich Albert Schweitzer begegnetest. Die Nachklänge von Fontanes "Vor dem Sturm" haben mich schon vor Deiner Erwähnung viel beschäftigt. Möchte doch auch unserm Leben eine solche Anregung noch beschieden sein. Wenigstens gibt es einige Andeutungen
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| jetzt. Von mir selbst kann ich nur weiter langsame Fortschritte melden; ich gebe mir wenigstens alle Mühe. Die Ärztin hat weiter Spritzen zur Stärkung gemacht. Ich bin froh, daß Hedwig für mich schreibt, da in meiner liegenden Lage das Schreiben sehr unbequem ist. Wir schicken hiermit einen herzlichen Gruß und gute Wünsche!
D. K.