Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 25. November 1957 (Heidelberg)


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25. Nov. 1957
Mein geliebter Freund!
Wie sehr hatte ich mich auf Deinen lieben Besuch gefreut, und wie im Traum ist er vorüber geflogen. Wie so oft konnte ich wieder nicht die Worte finden für alles, was ich Dir sagen wollte. Deine wohlgemeinten Ermahnungen habe ich aber umso besser verstanden, als ihr Inhalt auch schon vor meinem Bewußtsein stand, ehe Du sie aussprachst.
Ich habe auf ärztl. Verordnung gestern wieder im Bett zugebracht, und heute kommt, wie es scheint, niemand zum Schreiben, also will ich Dir doch wenigstens sehr herzlichen Dank sagen, damit Du weißt, es geht weiter zum Besseren. Also sorge Dich auch weiter
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| nicht, wenn nicht so regelmäßig, wie ich möchte, ein Gruß von mir eintrifft. Und meine treuen Wünsche sind immer bei Dir und denen um Dich, vor allem Susanne. Wie Du sagtest, wird das Hausseminar auf 10 Personen anwachsen und hoffentlich machen sie Dir durch regen Anteil Freude.
In stetem Gedenken in Treue
Deine
Käthe.