Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 12. Dezember 1957 (Heidelberg, Postkarte)


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Heidelberg. 12.XII.57. – Nun ist doch Donnerstag geworden, ehe ich versuche einen Dankesgruß zu schicken für Euren lieben Besuch. Aber es hat mir Sorge gemacht, daß gerade solch abscheuliches Regenwetter war, ob Euch das nicht eine Erkältung brachte? So schlecht ist es seitdem nicht mehr gewesen, aber von der Sonne sieht man überhaupt nichts mehr. So gehen die Tage einförmig weiter, mit dem üblichen Fortschritt, der leider ungemein langsam bleibt. Aber Frau Dr. Edinger ist zufrieden und ich werde förmlich apathisch vor Geduld. Am getreuesten besucht mich Hanne Héraucourt, die Euch ganz besonders herzlich grüßen läßt. Jetzt hoffe ich nur, daß mir jemand die Karte in den Kasten bringt, denn es soll noch hier im Zimmer heute geputzt werden. Wie froh werde ich
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| sein, wenn ich mich erst wieder selbst bedienen kann. Die Stürme versprechen eine recht unruhige Nacht. Aber ich werde ja eine Pille nehmen, wie mir eben Fr. Dr. verordnete. – Wie mag es in Mannheim gewesen sein? War es der Mühe wert? Der P.l.M. ist doch das Schönste! Mit vielen herzlichen Grüßen und Wünschen denkt Eurer, die oben steht.