Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 9. Februar 1958 (Tübingen)


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<Briefkopf: PROFESSOR DR. EDUARD SPRANGER
TÜBINGEN
Rümelinstr. 12>

9.II.58.
Meine geliebte Freundin!
Zur Zeit bin ich über Dein Ergehen nur aufs allerdürftigste unterrichtet. Ich weiß nur, daß Du am 31.I. im Josefskrankenhause eingetroffen bist und dort – mit einer Wärmflasche empfangen worden bist. Seitdem nichts! Ich muß leider befürchten, daß es auch Frl. Héraucourt nicht gut geht, was ja bei den unglaublichen Wetterverhältnissen kein Wunder wäre. So habe ich doppelte Sorge. Vielleicht malst Du Dir nicht ganz aus, was das für einen Druck bedeutet, wenn man Tag für Tag auf Nachricht wartet, und vergeblich. Frl. Matthy hat seit dem 17.I. nicht mehr geschrieben. Es ist ziemlich trostlos.
Mit welchen treuen Wünschen ich bei Dir bin, wirst Du wissen. Eine
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| Reise meinerseits kam bisher nicht in Betracht, da es mir selbst nicht gut ging. Jetzt bin ich wieder einigermaßen bei Kräften. Aber das Tauwetter war nie unser Freund.
Ich grüße Dich herzlich, auch im Namen von Susanne und Ida, welch letzterer es immer wacklig geht.
Innigst
Dein
Eduard