Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 7. März 1958 (Tübingen)


[1]
|
<Briefkopf: PROFESSOR DR. EDUARD SPRANGER
TÜBINGEN
Rümelinstr. 12>

7.III.58
Meine geliebte Freundin!
Wir sind gestern durch das Neckartal zurückgefahren. Es war aber so gewaltiger Regen, daß wir von der schönen Landschaft und den Erinnerungsstätten nicht viel gehabt haben.
Es war uns eine herzliche Freude, Dich "im Aufstieg" zu finden. Wenn Du jeden Tag etwas aufstehst, wirst Du bald so viel Kräfte haben, um auch wieder – "herunterzukommen", d. h. in Dein Zimmer Ferner hat es uns wohlgetan, das Haus näher kennen zu lernen. Es sind uns lauter angenehme und verständnisvolle Leute begegnet. Grüße
[2]
| die Schwestern und auch Deine Zimmergenossin, die auch etwas von Büchern versteht, wie Frl. Héraucourt.
Mein Rundfunkvortrag über das Altsein, der heute zu später Stunde gesandt wird, wird am Sonntag [über der Zeile] 9.III. Vormittag noch einmal wiederholt. Da kannst Du ihn auch hören.
Versäume nicht, Frau Dr. Edinger noch einmal zu danken, daß sie das Opfer gebracht hat, in das Philippushaus zu kommen, um über Dein Befinden zu berichten. Es war für uns wohltuend, von guten Aussichten zu hören. Ebenso danke noch einmal Frl. Héraucourt.
Nun wünschen wir herzlich weitere Fortschritte und grüßen vielmals, auch im Namen von Ida.
Deine   Eduard u. Susanne