Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 7. April 1958 (Tübingen)


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<Briefkopf: PROFESSOR DR. EDUARD SPRANGER
TÜBINGEN
Rümelinstr. 12>

7.IV.58.
Meine geliebte Freundin!
Der für Ostern erhoffte Sonnenschein ist leider ganz ausgeblieben. Am Karfreitag konnten wir noch mit Frl. Krogner im Botanischen Garten sitzen. Gestern aber war es dunkel und kalt. Wir waren Nachmittag bei Bährs. Der jetzt 1½ jährige Kleine war ungnädig; aber auch wir Erwachsenen spürten unsre Nerven und konnten nicht zu guter Stimmung kommen.
Ganz unerwartet werden wir heute Nachmittag Besuch aus Heidelberg haben. Es kommt die
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| Witwe des Kollegen Ernst Hoffmann, den ich vor Jahren einmal besucht habe, während Du Dich am Karlstor einsperrtest. Beide waren Patienten von Frl. Dr. Clauß.
Der für morgen geplante kleine Ausflug wird wohl wegen ungeeigneten Wetters ausfallen. Ich bin gespannt, ob ich durch Frau Mädi etwas über Dein Ergehen hören werde. Hier geht es ordentlich, aber "lustlos".
Mit vielen guten Wünschen und herzlichen Grüßen vom ganzen Hause
Dein getreuer
Eduard