Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 21. April 1958 (Tübingen)


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<Briefkopf: PROFESSOR DR. EDUARD SPRANGER
TÜBINGEN
Rümelinstr. 12>

Meine geliebte Freundin!
21.IV.58
Dank der Freundlichkeit von Frl. Mathy habe ich endlich wieder kurze Nachrichten über Dich. So habe ich auch erfahren, daß Mädi tatsächlich bei Dir gewesen ist. Natürlich freue ich mich immer, wenn ich höre, daß es aufwärts geht. Das bessere Wetter wird sich auch auf Dich günstig auswirken.
Morgen 22.IV. früh muß ich zu einer Sitzung, die 3 Tage dauert, nach Bad Ems fahren. Ich werde dort im Kurhaus wohnen. Von Ems möchte ich nach Bad Homburg fahren, wohin Susanne nachkommt. Wahrscheinlich Hôtel Debus. Um
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| den 30. April herum wollen wir Dich besuchen.
Wir hatten in der vorigen Woche 3 Tage Besuch von einem Kollegen aus Berlin. Er hat mich mit seinen Reden und Problemen ganz krank gemacht. Ein kleiner Ausgleich war, daß uns gestern eine befreundetes Ehepaar im Auto mit hinausgenommen hat. Wir waren in Horb.
Endlich scheint der Frühling zu kommen. Als ich vor 3 Tagen zu meinem Augenarzt nach Eßlingen fuhr, lag im Walde noch dicker Schnee. Auch das Gemüt wird heiterer, wenn die Sonne scheint. Du wi[über der Zeile] rst dann endlich auf Deinen Balkon hinaus können. Ich bin immer mit treuen Wünschen bei Dir; ebenso Susanne und Ida.
<re. Rand>
Auf gutes Wiedersehn
Dein
Eduard